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FUJI X-Pro 2 mit Fujinon XF16 F1.4 ersetzt unsere Canon Vollformat

FUJI X-Pro 2 mit Fujinon XF16mm F1.4 R WR  – Systemkamera ersetzt Vollformat bei unserer Hochzeitsfotografie.

Wir ersetzen erstmalig eine Vollformat-Kamera durch eine System-Kamera mit APS-C Sensor! Unsere Canon EOS 5D, die als 2. Kamera jahrelang ohne Ausfall im Einsatz war – wird nun abgelöst. Und das lichtstarke Fujinon XF16mm mit Blende 1.4 ersetzt unser einziges Zoomobjektiv Canon EF 17-40mm f/4L USM

Fuji X-Pro 2 statt neuer Canon. Unsere Kameras waren von Beginn an Canon Vollformat DSLR der 1er und 5er-Serie mit überwiegend lichtstarken Festbrennweiten. Sowohl bei der Arbeit im Fotostudio, bei Outdoor Fotoshootings als auch bei Hochzeitsreportagen.

Seit 2012 arbeite ich jedoch überwiegend mit Rangefinder Leica M Kameras und Katja ausschliesslich mit den DSLR Canons. Seit dieser Zeit verfolgen wir auch aufmerksam den Markt der Systemkameras, insbesondere den von Fujifilm. Angefangen bei der X100-Serie bis hin zu den ersten Fujis mit Wechselobjektiven wie die X-E1 und X-Pro 1.

Doch erst jetzt mit der X-Pro 2 erscheint uns eine Systemkamera ebenbürtig mit unseren grossen DSLR bzw Sucherkameras. Wir haben uns spontan entschlossen bei der Saturn 19%-Aktion die X-Pro 2 samt Objektiv zuzulegen – und keine neue Canon. Ausschlaggebend war neben der Kamera selbst, dass Fuji mittlerweile zahlreiche qualitativ hochwertige Festbrennweiten am Markt hat. Der für uns wichtige Bereich zwischen 16 und 90mm (24 bis 135 mm KB-Äquiv.) ist solide mit sehr lichtstarken Brennweiten abgedeckt. Lediglich Katja vermisst ein lichtstarkes 140er als Festbrennweite.

mit FUJI XF 16 F1.4

FUJI X-Pro2

Ersatz für Canon 5D mit EF 17-40 F4.0:

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Fuji X-Pro 2 Fujinon XF16mm F1.4WR
Fuji_XPro-2_XF_16mm-1
Fuji_XPro-2_XF_16mm-23
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Als Hochzeitsfotografen bevorzugen wir mittlerweile kleine, handliche und leichtere Kameras. Aber auch bei unseren sonstigen Fotoshootings empfinde ich kleine Kameras als angenehmer.

Da jeder von uns mit mindestens 2 Kameras unterwegs ist sind jegliche Gewichtseinsparungen willkommen. Noch wichtiger sind für uns Zuverlässigkeit, praktikables Handling, Bildqualität sowie Iso- bzw. Lichtstärke.

*** Über 500g Gewichtsersparnis: Fuji X-Pro2 mit XF 16mm wiegt 887g, die Canon 5D mit EF17-40 wiegt 1426g! ***

Über Zuverlässigkeit können wir noch keine Aussage treffen. Doch in allen anderen Punkten liegt nach ersten eigenen Erfahrungen die Fuji X Pro 2 mindestens gleichauf mit der Canon EOS 5D MK III.  Fantastische Bildqualität trotz des kleineren APS-C Sensors, auch bei High ISO. Ein sehr schneller Autofokus, durch AF-Hilfslicht auch bei Low Light nutzbar.

Fuji X-Pro2 Fujinon XF16mm F1.4
*** Fuji’s Across mit Yellow Filter nutze ich sehr gerne für S/W-Aufnahmen ***

Der EVF reagiert sehr schnell. Sein Bild wirkt relativ real. Der elektronische Sucher ist auch für Katja als DSLR-Nutzerin sehr angenehm zu nutzen. Doch für das manuelle Fokussieren bevorzuge ich als Leica M Fotograf den innovativen optischer bzw. hybrider Sucher.

Weitere Pluspunkte sind der sehr leise mechanische Verschluss bis 1/8000. Der völlig geräuschlose elektronische Verschluss kann – sofern man ihn bewusst einsetzt – eine sinnvolle Bereicherung sein, z.B. während der Trauung.

Allerdings sind mit ihm bei grellem Tageslicht und Offenblende auch Zeiten von 1/32000 möglich. Schade dass er nur eingeschränkt nutzbar ist. Bei Neonlicht war er für uns unbrauchbar. Auch soll er bei LED-Licht sowie Blitz ungeeignet sein und bei schnellen Motiven Bewegungsunschärfe bzw. Rolling-Shutter-Effekt verursachen. Die konnten wir in der kurzen Zeit jedoch noch nicht selbst testen.

Fuji X-Pro 2 mit Fujinon XF 16mm F1.4 WR
*** Fuji X-Pro 2 mit Fujinon XF 16mm F1.4 WR beim Fotoshooting, sehr schöne Farben mit Fuji’s Astia/Soft Profil ***

Die Menüführung ist etwas ungewohnt für uns Canon bzw. Leica-Nutzer. Doch wenn man einmal alle grundlegenden Einstellungen vorgenommen hat benötigt man selten ein Handbuch. Insbesondere wenn man nur manuell fotografiert. Nach dem ersten Testtag haben wir die aktuellste Firmware heruntergeladen und Kamera samt Objektiv auf den neusten Stand gebracht. Auch das ging völlig problemlos von statten.

Fuji X-Pro 2 mit Fujinon XF 16mm F1.4 WR
*** Fuji X-Pro 2 mit Fujinon 16mm F1.4 WR beim KIds & Family Fotoshooting ***

Die für uns weniger interessanten WLAN-Funktionen haben nur kurz getestet. Man muss lediglich die entsprechende FUJI Camera Remote App auf seinem Tablet installieren. Upload von JPEGs von Kamera nach Tablet hat soweit funktioniert. Nur die Geschwindigkeit könnte gefühlt etwas schneller sein, aber zumindest hat es auf Anhieb funktioniert.

Einziger wirklicher Wermutstropfen ist die sehr geringe Akku-Laufzeit. Für die EOS 5D MK III benötigen wir maximal 2 Akkus für eine 12-Stunden Hochzeitsreportage, für die Leica M240 maximal 3 Akkus. Bei der Fuji rechnen wir mit 6 bis 8 Akkus. Genaueres können wir nach den ersten Hochzeiten sagen.

Das Fujinon XF16mm F1.4 R WR ist aufgrund seiner immensen Lichtstärke von 1.4 und der 15cm Naheinstellgrenze das spannendste Weitwinkel Objektiv, mit dem wir je fotografiert haben!

Weitere Pluspunkte: knackscharf bei Offenblende, schneller und treffsicherer Autofokus, gut manuell fokussierbar und wetterfest!

 

Da unsere erste Systemkamera eine Weitwinkel-Canon ersetzen soll fiel unsere Wahl auf das Fujinon XF16mm F1.4 R WR. Es ist mit seinen 16mm (24mm KB-Äquiv.) und Blende 1.4 das aktuell lichtstärkste Weitwinkel im Fuji-Sortiment. Es ist sehr scharf schon bei Offenblende und ohne erkennbare Verzeichung. Ebenfalls bei Offenblende gibt es keine sichtbare Vignetierung und kaum chromatische Aberrationen.

Dank der Naheinstellgrenze von 15 Zentimetern sind kreative „Weitwinkelmakros“ mit einem Massstab von etwa 1:5 möglich. Doch nicht nur dies ist herausragend, sondern auch das damit einhergehende geschmeidige Bokeh insbesondere bei Offenblende. Schön, dass das XF16mm F1.4 R WR auch staub- und witterungsresistent (WR) ist. Außerdem hat es eine Nano-GI-Vergütung um weniger empfindlich gegenüber Streulicht zu sein.

*** Puppenportraits bei F1.4 ***

Insgesamt fühlt sich das Metallobjektiv sehr wertig an, vergleichbar mit meinen Zeiss und Voigtländer-Objektiven für die Leica. Das manuelle Fokussieren geht angenehm satt. Es ist nur zu Beginn etwas ungewohnt, da auch hier der Motor indirekt mitarbeitet (Focus by Wire). Lediglich der Blendenring könnte etwas schwergängiger sein. Sehr schön gelöst ist der Mechanismus um das manuelle Fokussieren zu aktivieren. Einfach den Fokussierring nach hinten ziehen.

*** Selbst bei dieser Aufnahme bietet das XF16 F1.4 bei Offenblende noch deutliche Hintergrundunschärfe ***

Wir sind beide begeistert vom Handling und der Qualität der X-pro 2 und dem Fujinon XF 16mm 1.4. Katja sogar so sehr, dass sie schon jetzt überlegt mit dem Schwestermodel Fuji X-T2 Ihre Canon 5D ML III abzulösen. Aber jetzt beginnt erstmal noch die ausgiebige Testphase 🙂

*** Katja mit Ihrer neuen Fuji X-Pro 2 und Fujinon XF16mm F1.4 ***
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